Diskussion: Selbstorganisierung rund um Alltagskämpfe

Wir starten das neue Jahr direkt mit einer Veranstaltung – bäm!
Wir wurden von der Gewerkschaftslinke Hamburg zum Jour Fixe 158 eingeladen. Kommt vorbei und diskutiert mit uns!

Vortrag und Diskussion mit den Initiativen Solidarisch in Gröpelingen (Bremen), St. Pauli Solidarisch und Wilhelmsburg Solidarisch (angefragt).

In den letzten Jahren sind in vielen Städten unterschiedliche Initiativen entstanden, die den Aufbau von selbstorganisierten kollektiven und kämpferischen Strukturen rund um alltägliche Konflikte ins Zentrum ihrer politischen Aktivitäten stellen. Strukturen, in denen Kämpfe gegen Ausbeutung auf dem Amt, der Arbeit, gegen Zwangsräumungen und Mieterhöhungen, rassistische Polizeikontrollen oder patriarchale Gewalt zusammen laufen und die in der Lage sind, eine solidarische Kultur hervorzubringen. Dazu zählen Initiativen, wie Wilhelmsburg Solidarisch oder St. Pauli solidarisch, die mit den Anlaufpunkten Räume geschaffen haben, in denen sich Menschen gemeinsam und solidarisch in Alltagskonflikten unterstützen, stärken und zur Wehr setzen. Oder Solidarisch in Gröpelingen aus Bremen, die in ihrem Ansatz stärker auf den Stadtteil als Ort der Organisierung fokussieren und u.a. den Aufbau einer Stadtteilgewerkschaft anstreben.
Die verschiedenen Initiativen sind aus unterschiedlichen Gründen entstanden: teils aus Frustration und Kritik gegenüber einer an Kampagnen, Gipfelmobilisierungen und Szenepolitik orientierten radikalen Linken, die die Organisierung in alltäglichen Kämpfen eher sekundär betrachtet. Teils aus der Erfahrung, dass Organisierungsansätze in den Betrieben aufgrund der zunehmenden Flexibilisierung, Prekarisierung und Dominanz reformistischer Gewerkschaften schwierig geworden sind und zudem viele Menschen und Unterdrückungsformen außen vor lassen.
Auf der Veranstaltung stellen die drei genannten Initiativen ihre jeweiligen Ansätze vor, ihre Entstehungsgeschichte, zentralen Aktivitäten und Ziele. Im Anschluss bleibt genug Zeit, um gemeinsam über Potentiale, Schwierigkeiten, offene Fragen und Lücken dieser Organisierungsansätze zu diskutieren.

Mittwoch, 3. Januar 2018 — 18:30 Uhr — Curiohaus, Rothenbaumchaussee 11-15 (Durchgang zum Hinterhof)

Das ganze gibt’s auch als facebook-event falls ihr drauf steht.

Film und Diskussion: Positionen für eine bewohnbare Stadt

Am Mittwoch, den 20. Dezember um 19 Uhr laden wir ins Kölibri (Hein-Köllisch-Platz 12) zu Film und Diskussion. Wir zeigen (ab 19:30) den Film Gallus beyond Gallus — Positionen für eine bewohnbare Stadt, im Anschluss wollen wir mit euch und den Filmemacher_innen diskutieren.

Basierend auf einer Recherche im Frankfurter Gallusviertel behandelt der Film die
Kämpfe um die Stadt. Ausgehend von unterschiedlichen Erfahrungen bedenken und
bearbeiten die Interviewten folgende Fragen: Wie verdichten sich globale Kräfteverhältnisse im Lokalen? Welche Organisierungsformen können eine Gegenmacht entfalten? Wie kann ein weniger bittstellerischer Umgang mit Behörden aussehen? Wie manifestieren sich bestimmte Lebensweisen architektonisch? Wie lässt sich im Kampf das Alltagsleben umgestalten?

Der Film verzichtet auf jede Abbildung der Stadt und des städtischen Lebens. Er kreist unter Zuhilfenahme künstlerischer Mittel um die Suche danach, wie das Wissen um die eigene Situation sich in der gemeinsamen Beschäftigung und Auflehnung herstellen kann. Anschließend möchten wir den im Film formulierten Versuch zur Organisierung in der Stadt gemeinsam mit den Anwesenden diskutieren.

Mittwoch, 20.12.2017 – 19 Uhr – Kölibri

Eine Veranstaltung von St. Pauli Solidarisch, St. Pauli selber machen und Wilhelmsburg Solidarisch